Rudolf Badstöber

Metallarbeiter. Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Hingerichtet.

* 1908    † 1942

 

Lebenslauf

Rudolf Badstöber wurde am 3.2.1908 in Wien geboren. Er war Metallarbeiter.

Kommunistischer Funktionär

Rudolf Badstöber war kommunistischer Funktionär in Wien-Floridsdorf. Er organisierte eine kommunistische Betriebsgruppe in der Shell-AG (Wien-Floridsdorf).

Widerstand, Verhaftung, Todesurteil

Rudolf Badstöber wurde am 23. 6. 1941 verhaftet, und am 28. 9. 1942 gemeinsam mit Josef Andersch, Karl Angel, Rudolf Karl Hlobil und Franz Jarosch (alle hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 18.11.1942 erfolgte seine Hinrichtung im Landesgericht I in Wien.

Aus dem Urteil

„Im Herbst 1939 wurde Badstöber auf Veranlassung des Leiters des Bezirks Floridsdorf der KPÖ Matthias Pista, dem er durch die Adolfine Mikes zugeführt wurde, und des damaligen Funktionärs und späteren Bezirksleiters von Floridsdorf Josef Hammerschmid Verbindungsmann für den Unterbezirk Donaufeld, den er zugleich organisieren sollte.“

Gedenkort - Landesgericht für Strafsachen Wien

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Landesgericht für Strafsachen Wien findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Quellen und Bildnachweise

  • Willi Weinert, "Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer". 4. Auflage Wiener Stern Verlag, 2017
  • Bild Fallbeil/Guillotine: Leihgeber Kurt Brazda
  • Andere Bildrechte: Angabe bei Anklicken des Bildes (Bildinformation)
  • Andere Bilder: Privatbesitz oder Verein Zur Erinnerung

Porträt erstellt von Jürgen Heimlich, Verein Zur Erinnerung, auf Basis der angegebenen Quellen.

Weiterführende Informationen

  • DÖW Katalog zur permanenten Ausstellung. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 2006
  • Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008
  • Die Geschichte des Grauen Hauses und die österreichische Gerichtsbarkeit, Wien 2012
  • DÖW (Hg.) Widerstand und Verfolgungen in den österreichischen Bundesländern (Wien, Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Salzburg), Wien 1975-1991
  • Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.) Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung, Wien 2011
  • Brigitte Bailer, Wolfgang Maderthaner, Kurt Scholz (Hg.), „Die Vollstreckung verlief ohne Besonderheiten“, Wien
  • Herbert Steiner, Gestorben für Österreich. Widerstand gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1995
  • Herber Steiner, Zum Tode verurteilt: Österreicher gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1964
  • Willi Weinert, „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“. Biografien der im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen das NS-Regime. Ein Führer durch die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof. 4. Auflage Wiener Stern Verlag 2017
  • Lisl Rizi, Willi Weinert, „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft. 4 Bände. Wiener Stern Verlag 2016

Web-Hinweise


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